indiebookday 2018 – Tag 4: Grün

Unter irgendwas muss man diese so unterschiedlichen Verlage ja versammeln, also eben grob nach Coverfarbe meiner Bücher.

Frankfurter Verlagsanstalt

Die Geschichte dieses Verlags ist recht turbulent. Aus dem Rennen genommen durch die Nazi-Regierung, in den 1950ern in Frankfurt neu und erneut 1987 gegründet. Doch nach fünf Jahren war wegen heftigem Menscheln wieder Schluss. Bis Joachim Unseld sich 1994 dem stillliegenden Verlag annahm und ein Jahr später mit einem neuen literarischen Programm auftrat. Neue Autoren entdecken und langfristig unterstützen ist das Ziel der Verlagsarbeit. Größter, aber nicht einziger Erfolg war bisher als Bodo Kirchhoffs »Widerfahrnis« den Deutschen Buchpreis 2016 gewann.

Dunkelgrün fast schwarz – Mareike Fallwickl

Eine Freundschaft zwischen zwei Jungs und einem Mädchen. Beginnend in der Jugend treffen sie Jahre später wieder aufeinander. Und als Leser*in ist man dabei, in allen Höhen und Tiefen. Ein erneuter Fall von Beeinflussung durch Instagram. Da die Autorin dort selbst aktiv ist, erhielt ihr erstes Buch dort sehr viel Aufmerksamkeit. Ob die vielen Lobgesänge gerechtfertigt sind, muss ich noch herausfinden.

Voland & Quist

2004 gegründet ist der Verlag besonders in den Bereichen Lesebühnenliteratur und Spoken-Word-Lyrik aktiv. Oft gibt es zum Buch eine CD, damit man die Autoren auch hören kann. Die Bühne 36 um Marc-Uwe Kling war mein Erstkontakt mit dem Verlag. Erstübersetzungen von Autoren aus Ost-, Süd- oder Mitteleuropa sind ebenso Teil des Programms. Unter ihren Autor*innen ist eine Bachmann-Preisträgerin und der Verlag selbst erhielt ebenfalls ein paar Förderpreise.

Mein schönstes Ferienbegräbnis – Sarah Bosetti

Besonders live eine unglaublich lustige Autorin, die ich auf dem Mediacampus kennen lernen dürfte. Das Buch selbst kann natürlich mithalten. Es handelt von Sarah, der mit Ende Zwanzig drei verschiedene Dinge passieren: Ihr Vater stirbt, ihre Jugendfreundin bekommt mit ihren gemeinsamen ehemaligen Sportlehrer einen Sohn und Sarahs Freund Ulf möchte ein Kind von ihr. Da sie das Gefühl hat, mit ihrer Jugend noch nicht abgeschlossen zu haben, beschließt sie eine To-Do-Liste von damals abzuarbeiten. Ein höchst amüsantes, realistisch-duschgeknalltes Buch über das Erwachsenwerden mit Ende Zwanzig.

Antje Kunstmann

Ursprünglich als Weismann Verlag-Frauenbuchverlag gegründet im Jahr 1967, wurde das Profil 1990 verändert, als Peter Weismann den Verlag verließ. Seitdem ist er nach der Verlegerin benannt. Schwerpunktmäßig konzentriert man sich auf Literatur und Sachbuch, doch auch sehr schön illustrierte Bücher, besondere Kinderbücher und HörKunst. Also Credo möchte man das Lesen und Denken befördern sowie Autoren und ihr Werk pflegen.

Southern Reach Trilogie – Jeff Vandermeer

Das, oder vielmehr die, Bücher, die ich ausgesucht habe, sind eher untypisch für den Verlag, da fantastischen Inhalts. Nach einem Ereignis ist ein Gebiet als Area X bekannt und abgeschottet vom Rest der Welt. Man weiß nicht, was dort vorgeht, doch das Gebiet breitet sich aus. Southern Reach ist eine Regierungsorganisation, die sich darum kümmern soll. Doch keine der Expeditionen, die sie dort hinein geschickt haben, kam zurück oder war erfolgreich. Über die zwölfte lesen wir mit dem ersten Teil „Auslöschung“ den Bericht der teilnehmenden Biologin.

Obwohl es eher ruhig geschrieben ist, fasziniert die Merkwürdigkeit von allem. Leider habe ich bisher nur den ersten Teil gelesen, der sehr neugierig auf den Rest gemacht hat.

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