indiebookday 2018 – Tag 5: Edition Nautilus

„Unkonventionell, eigenwillig und kämpferisch“ gibt sich dieser Verlag. Gegründet 1974 besteht das Programm inzwischen aus 900 Titeln, von denen etwa 350 lieferbar sind. Ursprünglich hieß der Verlag MAD (Materialien, Analysen, Dokumente), doch da das gleichnamige Satire-Magazin das weniger gut fand, benannte man sich in Edition Nautilus um. Nachdem im Jahr 2013 der Verleger Lutz Schulenburg starb, wurde das Unternehmen in eine Mitarbeiter-GmbH umgewandelt und in seinem Geist weitergeführt. Das Programm erstreckt sich von politischen Sachbüchern, über Romane, Krimis und Autobiografien bis hin zu dadaistischen oder surrealistischen Schriften.

Laurie Penny

Eine der bekanntesten Feministinnen momentan, deren Texte große Beachtung finden. Ihren Kurzgeschichtenband „Babys machen“ habe ich bereits gelesen, doch der fast schon Klassiker „Unsagbare Dinge“ liegt noch vor mir. In Augsburg dürfte ich sie bei einer Lesung erleben, eine wirklich sympathische, intelligente Frau!

Wir sind ja nicht zum Spaß hier – Denis Yücel

In dieser Nautilus Flugschrift sind „Reportagen, Satiren und deren Gebrauchstexte“ versammelt, die Yücel in den letzten Jahren geschrieben hat. Nicht nur über die Türkei, auch über Ausländer und Deutschland oder dieses und jenes. Auch ein paar Texte aus der Haft sind dabei. Das Erscheinen und seine Entlassung sind zeitlich zusammengefallen, daher landete es sogar recht weit oben auf den Bestsellerlisten. Noch lese ich das Buch.

Krume Knock Out – Sven Recker

Auch ein Autor, den ich am Mediacampus kennen lernen dürfte. Das Buch habe ich damals in einem Rutsch gelesen und auch auf dem Blog besprochen. Vor Kurzem ist auch sein neuer Roman „Fake Metal Jacket“ erschienen, der natürlich auf meiner Leseliste steht.

Die Vagina-Monologe – Eve Ensler

Leider inzwischen vergriffen, habe ich mir dieses kleine Büchlein gebraucht besorgt. Zum ersten Mal darauf aufmerksam wurde ich Anfang der 2000er, als die Monologe im Staatstheater Nürnberg aufgeführt wurden. Eine wahnsinnig gute Vorstellung! Dennoch kam mir die Idee, den Text zu lesen, erst vor Kurzem. Die Autorin führte Interviews mit über zweihundert Frauen und formte daraus diese Texte, die sie selbst auch aufführte. Sie spricht das Wort Vagina aus, weil es wichtig ist, weil sie glaubt, dass „wir das, was wir nicht aussprechen, auch nicht sehen, kennen oder erinnern“. Obwohl sie mit den Aufführungen Ende der 1990er begann, ist das Buch noch immer aktuell, denn unser Verhältnis zur Vagina beginnt sich nur langsam zu verändern.

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